Sport

Sechs Medaillen für deutsche Fahrer

Olympia: Skeleton

GDN - Was für ein Ergebnis: Bei den olympischen Spielen in Italien haben die deutschen Skeleton-Fahrer sechs von neun Medaillen gewonnen. Lediglich Gold blieb den deutschen Fahrern und Fahrerinnen verwehrt.
Im Männer-Wettbewerb war der überragende Fahrer der Saison nicht zu bezwingen. Matt Weston (Großbritannien) holte sich nach dem Sieg im Weltcup und bei den Europameisterschaften im Januar auch den Sieg bei der Olympischen Spielen. Er zeigte vier souveräne Läufe und verwies die deutschen Fahrer Axel Jungk und Christopher Grotheer auf die Plätze zwei und drei.
Jungk schaffte es, seinen vor vier Jahren in Peking erreichten zweiten Platz zu verteidigen. Er zeigte drei starke Läufe - nur im vierten Durchgang lief es nicht ganz so wie er es sich erhofft hatte. Es reichte, seinen deutschen Kontrahenten Christopher Grotheer hinter sich zu lassen. Grotheer war der Titelverteidiger. Mit einer Medaille durfte im Vorfeld nicht gerechnet werden, nachdem der Olympia-Sieger von 2022 eine schwere Saison aufgrund von Verletzungen durchlebte. Nach dem dritten Rang bei der Europameisterschaft im schweizerischen St. Moritz keimte die Hoffnung bei Grotheer, dass er bei Olympia etwas erreichen könnte. Der dritte deutsche Fahrer enttäuschte auch nicht. Felix Keisinger fuhr auf Rang sechs.

Weniger zufrieden waren die Aktiven auf österreichischer Seite. Für Samuel Maier, immerhin Europameister von 2025, reichte es nach einem misslungenen ersten Durchgang nur für Rang 14. Sein Teamkollege Florian Auer landete auf dem 17. Platz. Einziger Starter aus der Schweiz war Vinzenz Buff, der mit dem 15. Rang nicht unzufrieden war.
Im Frauen-Wettbewerb präsentierten sich die deutschen Sportler in Top-Form Sie belegten die Plätze zwei bis vier. Der Sieg ging an Österreich. Janine Flock erfüllte sich ihren großen Traum, erkämpfte sich ihre erste Olympia-Medaille. In allen vier Läufen zeigte sie keine Schwächen und holte sich nach dem Weltmeisterschaftstitel auch Olympia-Gold.

Dahinter landete Susanne Kreher. Die deutsche Fahrerin musste lange kämpfen, bis die Olympia-Teilnahme feststand. Nach dem Weltmeisterschafts-Tiel in 2023 sicherlich der größte Erfolg für sie. Rang drei ging an die erfahrenste deutsche Pilotin. Jacqueline Pfeifer, die bereits 2018 Olympia-Silber errang, landete auf dem dritten Rang. Platz vier ging an die Olympia-Siegerin von 2022. Hannah Neise fuhr auf den undankbaren vierten Platz.
Zum Abschluss der Skeleton-Wettbewerbe gab es für das deutsche Team beim erstmals ausgetragenen Team-Mixed-Wettbewerb Silber und Bronze. Das Duo Kreher/Jungk holte Silber, Bronze ging an Pfeifer und Grotheer. Dem Sieg im Wege standen die Favoriten Tabitha Stoecker und Matt Weston (Großbritannien). Weniger erfolgreich lief es für das österreichische Team Flock und Maier, das auf Rang neun landete.
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